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Die Auswahl zum Projekt des Monats Februar 2006
machte es möglich, für einen Teilbereich
der Census-Daten eine neue
Zugangsmöglichkeit zu gestalten. Nahezu alle der
ungefähr 1300 Ortseinträge der Datenbank,
die aktuelle oder historische Aufenthalts- bzw.
Aufbewahrungsorte antiker Monumente darstellen,
wurden mit georeferenzierten Daten versehen und auf
dem frei verfügbaren Kartenmaterial von
google visualisiert. Die mit diesen Orten
verlinkten Einträge antiker Monumente lassen
sich per Mausklick in Bild und Text konsultieren;
desgleichen die Einträge der sogenannten
Renaissanceprovenienz, die Informationen über
die wechselnden Aufenthaltsorte antiker Bildwerke
beinhaltet. Die Renaissancedokumente, denen diese
Informationen entnommen werden können, sind als
Quelle genannt.
Ansicht des Statuenhofs der Sammlung Kardinals Andrea Della Valle in Rom, 1553, Kupferstich
Dem interessierten fachfremden Benutzer bietet die
Visualisierung der Census-Orte auf
georeferenziertem Kartenmaterial einen einfachen,
intuitiven Zugang, der es im Unterschied zum
traditionellen Einstieg in die Datenbank über
begriffliche Abfragen erlaubt, auch ohne konkrete
Vorkenntnisse und Fragestellungen zum Material
vorzudringen.
Dem im Bereich der Antikenrezeption forschenden
Archäologen oder Kunsthistoriker eröffnet
insbesondere die Konzentration verzeichneter Orte im
stadtrömischen Gebiet neue Perspektiven zur
Erforschung des Schicksals „mobiler“
antiker Monumente während der Renaissance.
Skulpturen, die heute weltweit in Museen und
Sammlungen verstreut sind, können auf
anschauliche Weise an ihren Auffindungsort
zurückverfolgt, Fundzusammenhänge
rekonstruiert werden. Leicht läßt sich ein
Überblick über die Schauplätze der
Grabungsaktivitäten im Rom des 16. Jahrhunderts
gewinnen, die oftmals gleichbedeutend sind mit den
Orten der großen Bauprojekte von Villen und
Palästen, Obst- und Weingärten. Die
Erforschung der Geschichte insbesondere privater
Antikensammlungen kann durch die geographische
Visualisierung der Vielzahl disparater, oft auch
unübersichtlicher Informationen über den
Verbleib der Monumente in verschiedenen Familien,
Häusern oder auch Zeiten neue Impulse erhalten.
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